Sonntag, 6. März 2016

{Rezension} Die Ankunft von Ally Condie

Titel: Die Ankunft

Originaltitel: Reached

Verlag: FJB (Fischer Jugendbuch)

Ausgabe: Taschenbuch

Seitenanzahl: 608

Reihe: 3. Teil einer Reihe
     1. Teil: Die Auswahl
     2. Teil: Die Flucht (Rezension)

Preis: 9,99 €  





Klappentext:

Wenn jemand stirbt, den du liebst – würdest du den retten, der ihn getötet hat?

Stell dir vor, du konntest fliehen – vor dem System, das dir befohlen hat, wie du leben und wen du lieben sollst. Unter Lebensgefahr hast du deine Liebe wiedergefunden – eine Liebe, die das System töten wollte.

Jetzt willst du das System besiegen, doch dafür musst du zurück. Zurück in dein altes Leben. Zurück zu einem Geheimnis, das tief in dir verborgen ist.
Es wird alles verändern.
Dein Leben.
Deine Liebe.
In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen?
Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …

Die Rezension erhält Spoiler vom ersten und zweiten Teil! Außerdem leichte Spoiler zum Anfang des Buches!



Meinung:

Cover:  Das Cover ist von der Art her das gleiche Cover, wie die beiden Teile davor. Ein meiner Meinung nach ganz schönes Cover, aber nicht so schön, wie die beiden Teile davor.

Schreibstil: Den Schreibstil von Ally Condie mag ich eigentlich ganz gerne. Ich finde ihn sehr angenehm und lese sehr gerne Bücher von ihr.

Lesefluss: Ich kann mich nicht mehr erinnern,  ein 600 Seiten Buch, so schnell gelesen zu haben. Man kann wirklich durch die Seite fliegen, auch wenn einem die Geschichte nicht so gut gefällt.

Charaktere: Hier geht es nicht allgemein um die Charaktere, sondern, wie sie mir in diesem Teil gefallen oder nicht gefallen haben. Cassia- Irgendwie hat mich Cassia in diesem Teil wirklich ein wenig sehr genervt, ihre Handlungen waren meiner Meinung nach zu Teil wirklich sehr naiv getroffen. Viele Dinge um ihre Person haben auch wirklich einfach keinen Sinn ergeben und Fragen, die ich mir gestellt habe, wurden bis zum Ende nicht beantwortet. Ky- Ich war noch nie so pro Ky und bin es immer noch  nicht, aber von mir hat er wirklich einen entscheidenden Faktor, welcher ihn mir sympathischer gemacht hat, nämlich, dass er der Erhebung nicht komplett blind vertraut hat. Denn ich war und bin bis jetzt nicht der größte Fan der Erhebung und kann vieles an ihr immer noch nicht verstehen. Xander- Er hat das Buch für mich so halb irgendwie noch gerettet. Ich mochte ihn immer schon mehr, als Ky und das hat sich nicht geändert. Diesmal kann man auch aus seiner Sicht lesen und meiner Meinung nach ist es wirklich interessant die Geschichte aus einer anderen Perspektive zu erleben  :D

Story: Puuuhhh was soll ich sagen? Es passiert meiner Meinung nach in diesen ganzen 600 Seiten einfach wirklich nicht viel, fast gar nichts. Am Anfang sind die drei Hauptpersonen (Cassie, Ky und Xander) nicht zusammen, sondern jeder hat seine eigene Aufgabe. Und mehr als diese Aufgaben passieren in den ersten 300 Seiten einfach wirklich nicht. Cassia sortiert und arbeitet ein wenig mit den Archivisten. Was ich mich bis jetzt frage ist, was genau bedeutet sortieren? Klar, anhand eines Computerprogrammes sortiert sie irgendetwas, aber sonst? Ky fliegt als Pilot herum und verteilt mehrere Waren und Xander arbeitet als Arzt, um die Kranken, die vom Virus befallen sind, zu versorgen. Jetzt kurz zu dem Virus: Die Erhebung hat einen Virus ausgesetzt, der die Gesellschaft befallen hat. Die Erhebung hat aber ein Heilmittel und hofft so, dass sie die Macht an sich nehmen können und die Gesellschaft gestürzt wird. Hier haben wir schon mal einige Probleme. Zum einen wird nie wirklich erklärt, oder erzählt, wie die Erhebung an die Macht gekommen ist, sondern plötzlich fielen in ein paar Sätzen einfach die Informationen, dass die Erhebung jetzt einfach an der Macht ist. Ohne Erklärung, ohne eine wirkliche Revolution. Am Ende des Buches kam dann eine angebliche Erklärung, warum das so schnell und reibungslos verlief, die für mich aber einfach nicht genug war. Auch hat keiner unserer drei Hauptpersonen sich jemals darüber Gedanken gemacht, dass alles so schnell ablief, sondern es einfach so angenommen und das war es dann auch für sie. 

Dann passiert in der Mitte des Buches etwas, weswegen sich die drei wieder treffen „müssen“. Ab dann ist es aber immer noch langweilig. In diesem ganzen Buch passiert einfach nicht wirklich was großartiges und ich weiß einfach nicht, warum man das Buch 600 Seiten lang ist. Die letzten 300 Seiten sind wieder nur ein reines hin und her und nur reine Wiederholung. Man liest und liest und liest und die Geschichte und die Handlung kommen auch nicht weiter. 

Und warum Cassia eine so große und wichtige Rolle angeblich hat, verstehe ich auch einfach nicht, sie ist doch wirklich nur Sortiererin und nicht irgendetwas ganz großartiges. Besonders, dass sie am Ende das wichtige Detail sieht (ich möchte hier nicht zu viel verraten) ist für mich eher unlogischer.

Die Erhebung ist für mich einfach irgendwie zu einem Witz geworden. Bis jetzt verstehe ich nicht ganz, was genau ein Regierungswechsel bewirken soll, ich weiß zwar, was sie meiner Meinung nach ändern sollten, aber es wird nicht ganz deutlich wofür die Erhebung eigentlich steht und was ihr Ziel ist. Auch der Steuermann war mir einfach wirklich sehr unsympathisch und ich war einfach ein wenig enttäuscht von der Erhebung.
Die Beziehungen. Jedem von uns, also mir zumindest und die Personen, die ich kenne, denen war klar, dass Cassia und Ky zusammen kommen. Ich meine auf dem Cover steht sogar Cassia und Ky. Aber dieses hin und her zum Teil, dass Cassia in ihrem Kopf zwischen Xander und Ky hatte, hat mich einfach wirklich ein wenig genervt und auch gestört.
Das Ende. Manche mögen das Ende sehr, aber ich mag es überhaupt nicht. Überhaupt nicht.

Wenn jemand stirbt, den du liebst – würdest du den retten, der ihn getötet hat? Das steht so im Klappentext. Und entweder ich habe das überlesen, oder ich bin einfach richtig dumm. Aber können die mir, die das Buch gelesen haben, bitte verraten, wer damit gemeint ist? Bitte, ich kann diesen Satz dem Buch einfach nicht zuordnen und ich überlege schon so lange daran…

Reihe: Die Reihe wird meiner Meinung immer schlechter. „Die Auswahl“ hat mir wirklich sehr gut gefallen, „die Flucht“ war ziemlich langweilig dagegen und es gab dauernde Wiederholungen. „Die Ankunft“ war aber mit Abstand das schlechteste Buch der Reihe für mich. Langweilig und viele Fragen wurden einfach nicht beantwortet.

Fazit:

Ein langweiliger, vollkommen nicht weiterbringender letzter Teil einer Reihe. Viele Fragen wurden nicht beantwortet und die Handlung kam einfach zu kurz, beziehungsweise wurde entweder zu kurz dargestellt, oder unnötiger Weise in die Länge gezogen.


2 von 5 Sternen
 

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